Dienstag, 13. April 2010

Roadtrip part 1.2

Wie versprochen kommt jetzt die Fortsetzung meines ersten Roadtrips - im Vergleich zu meinem Letzten war der dann aber doch wenig spektakulär^^

Die Nacht hab ich also im Auto an einem Fluß verbracht. Geschlafen hab ich alles andere als gut, weil unter der Reserverad Abdeckung immer irgendein Styropor Teil gequietscht hat, wenn ich mich bewegt hab. Deshalb und weil es auch ziemlich frisch war, bin ich dann auch relativ zeitig aufgestanden. Es war glaub ich 6 und in der Nacht ist auch noch die Uhr zurückgestellt worden, also war's eigentlich 5.
Gesehen hab ich nach draußen nichts mehr - die Scheiben waren schön angelaufen ;) Bei der Gelegenheit hab ich dann wenigstens die Scheiben gleich von innen putzen können :D
Natürlich nur wegen den angelaufenen Scheiben bin ich recht schnell auch losgefahren und hab die Heizung voll aufgedreht :D
Auf dem Weg zum Tongariro National Park hab ich noch bei einem 'Railway Spiral Lookout' angehalten, weil ich dachte, da gäb's was großartiges zu sehen. Stattdessen war das nur ein Modell der Bahnlinie. Das war damals wohl eine Ingenieursmäßige Meisterleistung, weil die Eisenbahn 220 Höhenmeter überwindet.
Im Nationalpark bzw. in Whakapapa angekommen, war das Wetter alles andere als gut - dennoch machte ich mich auf eine angeblich 7.5h return Wanderung zu zwei Kraterseen. Gebraucht hab ich letztendlich gut 4.5h und das obwohl ich auf dem Gipfel noch ausgiebig pausiert habe. Anspruchsvoll war die Wanderung auch keineswegs - es war fast wie eine Autobahn. Nur teilweise war diese - trotz diverser Wasserbarrieren - ziemlich ausgeschwemmt, was den Thythmus störte.
Wie die Leute zum Wandern gehen hat mich aber ziemlich verwundert. Die meisten sind mit kurzer Hose und Tshirt losmarschiert und sind so auch am Gipfel angekommen. Bis ich da war, war ich ganz froh um meine lange Hose, Tshirt, Karl-Heinz, Mütze, Hanschuhe und Regenjacke. Die Kombination aus Tights und kurzer Hose hab ich mir für die nächste Wanderung abgeschaut ;)

Lower Tama Lake
Da hat wohl ein Scherzkeks die Höhenangabe in Feet in Meter geändert ;)
Da ja Ostersonntag war, darf ein Osterei natürlich nicht fehlen :D
Upper Tama Lake
Der Abstieg ging dann rechz zügig und oft über die Wasserbarrieren springend oder im Laufschritt voran und führte noch an ein paar Wasserfällen vorbei.

Am Auto angekommen hab ich erst mal die verschweitzten Klamotten loswerden müssen und hab mich dann auf den Weg Richtung Lake Taupo gemacht.
Wenn ich schon in einem geothermisch aktivem Gebiet unterwegs bin, hab ich mir dann auch noch ein zwanzig minütiges Bad in einem solchen Pool gegönnt.
Wichtig dabei ist, nicht unterzutauchen bzw. auf keinen Fall Wasser in die Nase zu bekommen, weil man sonst sterben kann...
Um dieses Bad herum waren diverse blubbernde und stinkende Schlamm- bzw. Wasserlöcher zu begutachten.

Schließlich bin ich dann weiter Richtung Taupo gefahren und konnte am See einen tollen Sonnenuntergang bewundern, ehe ich mein Auto an einem 'Scenic Lookout' geparkt hab und mich auf's Ohr gehaut habe.
to be continued ....

Das erste Mal mit dem Rad in der Uni

Gestern war's dann so weit: ich hab mir Lasans Rad geholt. Gut daß ich mir einen Kombi gekauft habe, da hab ich's dann ganz einfach reinschmeißen können ;)
Die Reifen waren platt, weshalb ich mir im Warehouse eine Pumpe kaufen wollte. Aber die haben da nix gescheites gehabt und wenn, dann waren bereits die Adapter geklaut. Immerhin hab ich einen Helm für $25 und ein Schloß für $8 erstanden. In Neuseeland gilt Helmpflicht für Fahrradfahrer!
Hab mir also von Barry, meinem Kiwi Mitbewohner, eine Luftpumpe geborgt und aufgepumpt. Und siehe da - die Reifen halten die Luft! Deshalb bin ich heute gleich mal mit dem Rad in die Uni gefahren.
Ein Foto kommt in den nächsten Tagen...

Sonntag, 11. April 2010

Das Fahrrad, das Glueck bringt

Heute haette ich schon wieder fast ein Knoellchen bzw. eine fine kassiert. Diesmal waer's eine Parkkralle gewesen.
Was hat das mit einem Fahrrad zu tun?
Lasa, ein anderer Labormitarbeiter hat mir angeboten, sein Fahrrad nutzen zu koennen. Also sind wir kurz ueber die Strasse zu seiner Wohnung gegangen, um das Rad zu inspizieren. Auf dem Weg zurueck ist Lasa aufgefallen, dass mein Reifen markiert ist, weil mein Auto in einer 120min Parkzone steht.
Die Zone hab ich bisher noch garnicht bemerkt - hab ich doch letzte Woche staendig da geparkt...
Waer auch zu schoen gewesen wenn ich jeden Tag direkt vor'm Labor parken haette koennen. Da ich keine 'Staff Parking' Erlaubnis hab, muss ich jetzt wohl oder uebel auf dem Studentenparkplatz parken und noch ein gutes Stueck zu fuss gehen. Dann rentiert sich das Autofahren schon fast nicht mehr. Ich werd mir aber eh die naechsten Tage das Rad holen...

NACHTRAG: Im Konflikt mit dem Gesetz

Mit AA ist nicht das Auswaertige Amt gemeint, sondern die New Zealand Automotive Association.
Also sowas wie der ADAC bei uns. Darueberhinaus uebernehmen die auch Aufgaben wie Fueherschein ausstellen, motor vehicle licensing, change of ownership, ...

Ich hab auf jeden Fall schon Kontakt mit der Stadtverwaltung aufgenommen, die das Knoellchen ausgestellt hat. Die wollen mir einen Brief zuschicken - bin ich ja mal gespannt, was da dann drinsteht ;)

Donnerstag, 8. April 2010

Im Konflikt mit dem Gesetz

Haha - da versucht man, alles richtig zu machen und macht's dann doch wieder verkehrt!
War ich doch heute beim AA um eine neue 'Motor Vehicle License' zu holen.
Dazu hab ich dummerweise die Alte, noch bis morgen Gültige mitgenommen - man kann ja nie wissen, was man dafür braucht.
Somit stand mein Auto also vor dem AA ohne gültige Lizenz. Einer findigen Politesse ist das natürlich gleich aufgefallen und hat mir ein Ticket über $200 ausgestellt.

Jetzt darf ich mich da auch noch rumärgern, daß ich das wieder loswerde...

Das ging aber fix!

Wow! Ich bin echt beeindruckt! Heute morgen hab ich doch tatsächlich eine Email in meinem Postfach mit einer Antwort Von BSH, New Bern, Amerika!
Ich sollte vielleicht dazu sagen, daß ich mich da bereits letztes Jahr beworben habe und am 9.1.10 eine Antwort erhalten habe. Sie wollten einen Termin für ein Telefoninterview finden, also hab ich noch am selben Tag geantwortet und seit dem nichts mehr gehört. Daraufhin hab ich mich dann für Neuseeland entschieden. Wobei ich in Amerika jetzt wahrscheinlich nicht bei gefühlten 10°C in meinem Zimmer sitzen würde :D
Naja sei's drum - sollen sie doch ihre Datenbank ausmisten...

Roadtrippin'

Nachdem ich mir letzte Woche ein Auto gekauft habe, konnte es über die Ostertage auch auf den ersten Roadtrip gehen.

Das mit dem Linksverkehr haut eigentlich ganz gut hin - nur das mit dem Rechts vor Links ist noch etwas ungewohnt für mich. Wenn ich rechts abbiegen will, müssen mir die Linksabbieger aus der Gegenrichtung Vorfahrt gewähren. Aber bisher haben alle immer geduldig gewartet, bis ich mir auch sicher war, daß ich jetzt fahren darf ;)
Die Straßen sind eigentlich ganz gut ausgebaut, mit 'Passing Lanes' alle paar km.
Vor den Kurven stehen Schilder, die einem die Geschwindigkeit für diese Kurve vorschlagen.

Das ist zwar gut gemeint - aber richtet sich wohl eher an die größeren Fahrzeuge. 15km/h schneller sind meistens kein Problem. Diese Schilder geben die Geschwindigkeit lustigerweise nur in Vielfachen von 5 vor. Aber schnell fährt man hier eh nicht - das 'Speed Limit' liegt generell bei 100 km/h und ist oft auch niedriger. Von Geschwindigkeitstunnels halten die Neuseeländer wohl auch nicht viel - so kann's schon mal passieren, daß auf einer 'Open Road' auf einmal ein 30er Schild da steht.
Das mit dem Drängeln ist hier noch schlimmer als in Deutschland - man könnte manchmal meinen, man schleppt den anderen ab. Aber kaum wird's etwas kurviger, sieht man nichts mehr von ihm...

Gestartet hab ich meinen Roadrtip am Samstag. Nachdem ich mir unterwegs im Warehouse für $7,50 noch eine Isomatte und 3 Schoko Ostereier gekauft hatte, war ich gerüstet für den Trip :D
Lost ging's erst mal südwärts bis der State Highway 3 an die Küste trifft. Da hab ich dann gleich mal im Tasmanischen Ozean gebadet.

Vor lauter Schaun kommt man auch fast nicht voran, weil man an jeder möglichen Haltbucht stehen bleibt.

Weiter ging's noch ein paar km südwärts, ehe ich mich Richtung Osten aufmachte.
Ein besonderes Highlight war dann eine nicht asphaltierte Straße :D Besonders wenn auf der Karte ein Abzweigung eingezeichnet ist, die in Wirklichkeit nicht existiert. Die Fenster sollte man auf jeden Fall zu machen, denn das ist ne ziemlich staubige Angelegenheit! Ganz staubdicht ist mein Auto wohl nicht - aber der Großteil bleibt draußen ;)
Allrad ist auf diesen Straßen auch nicht verkehrt nur die Automatik raubt einem den ganzen Spaß! Vielleicht sollte man auch nicht unbedingt mit 'D' fahren, sondern gleich mit '2' und natürlich 'Power' nicht vergessen :D
Ich weiß nicht, wie oft ich den Radiosender gewechselt hab - die bergige Landschaft macht eine komplette Abdeckung schier unmöglich - teilweise kriegt man garnix rein! Mit dem Handy Netz verhält sich's noch schlimmer. Kaum kommt man mal in weniger besiedeltes Gebiet, ist das Handy tot. In den Größeren Städten gibt's dann aber meistens sogar HSDPA.
Es hat dann schon eine Zeit gedauert, bis ich wieder auf geteerten Straßen unterwegs war, weshalb es dann auch recht schnell dunkel wurde. Bei Dunkelheit sind solche kurvigen und bergigen Straßen total unangenehm zu fahren! Adaptives Kurvenlicht wäre da schon ne feine Sache! Daß man aber an Kuppen erst mal nichts sieht, würde das aber auch nichts ändern.
In der nächsten größeren Stadt angekommen, wird erst mal wieder vollgetankt! Irgendwas kann hier nicht stimmen! Wie ich losgefahren bin, hab ich den - laut Tankuhr - fast leeren Tank vollgetankt --> 42 Liter. Jetzt zeigt die Tankuhr etwas weniger als die Hälfte an, ich tanke aber trotzdem 32 Liter! Falls das Zählwerk der ersten Tankstelle falsch gehen sollte, fahr ich ab jetzt immer zu der Zapfsäule :D Bei einem Japaner hol ich mir für's Abendessen noch die wohl ekelhaftesten Chicken Nuggets mit Pommes, die ich je gegessen hab. Immerhin waren die Pommes genießbar und mehr als genug.
Beim Umklappen der Sitzbank, um mein Nachtlager beziehen zu können, hab ich dann die schöne Müllkippe gefunden... Foto folgt noch ;)
Die Nacht war nicht sonderlich erholsam - ich bin ständig aufgewacht und bequem war's auch nicht. Etwas irritierend war auch der Mond, der zeitweise direkt senkrecht über dir steht.
Wir haben zwar eine Stunde gewonnen, weil die Uhr zurückgestellt wurde, aber da ich so gut geschlafen hab, hat mir das absolut nix gebracht.
...to be continued...