Donnerstag, 8. April 2010

Mein erstes eigenes Auto

Bisher war ich ja nur zu Fuß unterwegs oder hab mir mal den Luxus eines Busses gegönnt.
Damit ist seit letzter Woche Schluß! Ich bin jetzt stolzer Besitzer eines Subaru Legacy Brighton, Bj. 93, Import aus Japan, 2.2l, Automatik mit knapp 271k km auf'm Buckel. Mein erstes eigenes Auto ;)


Das Foto ist ein Vorgriff auf meinen Roadtrip am letzten Wochenende beim ersten Stop am Tasmanischen Ozean.


Wie man sieht, ist es ein Kombi - wenn man die Sitze umklappt und sich diagonal reinlegt, kann man sogar einigermaßen drin schlafen :D
Hmm... hier hätte ich jetzt gern das Gedlbündel präsentiert - aber irgendwie sind die Photos verschwunden :/
War auf jeden Fall lustig :D Erst mal hab ich das Geld über zwei Tage verteilt abheben müssen, weil mein Tageslimit für Barverfügungen bei 600€ liegt. Und dann kriegt man am ATM hier nur Zwanziger als größten schein. Bei $1800 sind das also 90!! Scheine! Da is nix mehr mit Geldbeutel zuklappen! Ich bin dann aber noch in die Bank gegangen und hab mir Hunderter geben lassen. Das war zwar immernoch ein gutes Bündel, aber bei Weitem besser.
Das Auto ist an und für sich für seine Fahrleistung noch ganz gut in Schuß. Die Stoßdämpfer sind nicht mehr die Besten und die Lenkung hat etwas Spiel.
Ich dachte schon, daß die Scheibenwaschanlage defekt wäre und hab deswegen auch schon den Behälter für das Wischwasser ausgebaut, um die Pumpe testen zu können. Daß der ganze Aufwand umsonst war, weil die Waschanlage nicht durch Ziehen am Hebel, sondern durch Drücken eines Knopfes am Ende des Hebels betätigt wird, ist mir erst später aufgefallen :/
Der Lack ist auch nicht mehr der Beste, aber das ist hier ein häufiges Problem - liegt wohl an der Nähe zum Ozonloch.
Kleinere Macken wären da die Antenne, die nicht mehr einfährt, der Motor aber trotzdem versucht, die zu tun.
Und da ist dann noch ein Gluckern oder Gurgeln hinter dem Armaturenbrett. Scheint wohl Luft im Wärmetauscher zu sein, die da nicht mehr raus will. Das Problem gibt's anscheinend öfter - hab zumindest auf einem Parkplatz einen getroffen, dem's genauso geht.

Einen Staubsauger bräuchte ich auch dringend, denn unter der Rückbank hab ich eine riesen Müllkippe gefunden - aber immerhin auch einen Zwanziger ;) Das Problem ist allerdings, daß wir in der Wohnung keinen haben und auch an den Tankstellen gibt's keine Münzsauger.
Eine große Unbekannte ist bisher noch der Spritverbrauch - da bin ich mal auf das nächste Mal Tanken gespannt...

NACHTRAG
Das Ummelden ist hier auch überhaupt kein Streß. Das geht ganz schnell und unbürokratisch im Postamt. Man Zahlt $9.20 und kriegt dann die Fahrzeugpapiere mit der Post zugeschickt. Nummernschilder werden dabei natürlich auch nicht gewechselt.

Mittwoch, 31. März 2010

Ungeliebte Mitbewohner - oder: nur ein toter Käfer ist ein guter Käfer


Das mit den Krabbeltieren im Haus ist hier ein weit verbreitetes Problem. Kein Wunder auch - finden die Viecher doch in den Holzhütten genügend Schlupflöcher. Abhilfe kommt hier aus der Dose. Von außen werden die Häuser mit chemischen Barrieren eingesprüht - sollte sich doch mal ein Cockroach nach innen verirren, erledigt ihn das Raumspray, das sich automatisch alle 7 Minuten verteilt. Die ersten Tage hab ich häufiger welche ausmachen können - aber seitdem das Spray nichtmehr nur sinnlos in die Ecke sprüht, sondern sich im ganzen Raum verteilen kann, ist Ruhe. Es heißt, daß es gesundheitlich nicht bedenklich ist, da es nur natürliche Wirkstoffe enthält. Gegen die Käfer hilfts auf jeden Fall und das ist ja das Wichtigste ;)

Freitag, 26. März 2010

Putztag

Obwohl die Wohnung auf den ersten Blick nicht allzu versifft ausgesehen hat, ist das Bad auf Dauer so auch kein Zustand. Deshalb mach ich mich daran, Badewanne, Waschbecken und Klo zu putzen.


Nebenher wird meine erste Waschladung gewaschen. Lustig, daß das Waschpulver ausdrücklich nicht für Frontlader geeignet ist. Keine Ahnung, was das für einen Unterschied macht. Nachdem die Wäsche auf der Leine hängt, mach ich mich wieder auf den Weg in die Stadt, um vielleicht einen Autohändler zu finden, den ich noch nicht gesehen habe. War aber nix :/ Stattdessen hab ich gesehen, wie hier wohl die weniger wichtigen Straßen gebaut werden. War zwar schon fertig, aber das Prinzip war klar. Auf eine Schicht Bitumen wird grober Splitt gestreut, der dann wohl einfach festgefahren wird. Hat auf jeden Fall eher wie ein vielbefahrener Feldweg, als eine Straße ausgesehen.

Es scheint mich wohl zu verfolgen - war ja letztes Jahr in Barcelona eine Woche später das Formel 1 Rennen - findet hier in ca 3 Wochen ein V8 Rennen statt. Die Rally WM macht im Mai auch nicht weit von hier Station - das werd ich mir wohl auf jeden Fall mal anschaun.

Das Hamilton Rugby Stadion hab ich mir auch angesehen...



Immerhin hab ich Antennenstecker für $3,50 (waren auch wieder 40% off) erstanden, das Messer hab ich dummerweise vergessen :/ Auf dem Weg zurück zwickt mein Knie wieder ab und an - hoffentlich wird das wieder besser! Für heut ist es zumindest dick in Diclofenac eingepackt - also muß es ja besser werden ;)

Donnerstag, 25. März 2010

Balloons over Waikato

Das erlebt man auch nicht alle Tage! Daß zurzeit Ballonfestival über Hamilton, hab ich ja gewußt - aber daß die direkt über unser Haus fahren werden und mich bei ihrem Steigflug aufwecken nicht ;)




Beim Frühstück schaut das Wetter noch gut aus - ca 2 Stunden später laufe ich allerdings im Regen. 15min später wenn ich losgelaufen wäre, hätte es aber auch wieder anders ausgeschaut. Die Sonne zeigt sich wieder und räumt den Himmel aus :D Ganz zurück schaff ich's aber nicht, weil mein linkes Knie Probleme macht. Könnte der Meniskus sein, der zwickt :/ Später geh ich mal ganz gemütlich zum Einkaufen. Es waren denk ich mindestens 2 Stunden, die ich damit verbracht habe, das Sortiment und Preise zu studieren. Meine Bedenken wegen meiner Medikamente im Gepäck (Grippostad, Aspirin und Sinupret) erscheinen mir anhand der Tatsache, daß man hier was Grippostad ähnliches, ja sogar Ibuprofen einfach im Supermarkt kaufen kann, lächerlich. Es ist schon komisch, daß in Deutschland so mancher seinen Diesel mit Pflanzenöl fährt, weil es billiger ist, als Diesel und hier das Pflanzenöl einfach ein Vielfaches vom Diesel kostet. Ich hab mich auf jeden Fall mal mit 2 Litern eingedeckt - die Frittieren hier ja auch ziemlich alles, da ist die Verpackungsgröße wohl dem Verbrauch angepaßt :D Auf dem Weg zurück zur Wohnung zwickt mein Knie wieder - kein Wunder auch bei der Last von ca. 17kg. Die Schinkennudeln, die ich gekocht habe, scheinen meinen Flatmates auch gut zu schmecken.

Eugene bat mich doch, ihm das nächste Mal Bescheid zu sagen, wenn ich sie koche, damit er zuschaun kann ;) Aber eigtl auch kein Wunder - ißt er doch jeden Tag einfach nur pures Fleisch oder Bratwürste. Zubereitet hab ich die gleich in meiner neuen Pfanne, die ich gekauft habe - für sage und schreibe $10! Mit Gasherden werde ich mich wohl nie anfreunden. Vielleicht liegt's auch an diesem alten Modell, aber ich finde das ziemlich schwer zu dosieren. Auf die Einkaufsliste für morgen kommt auf jeden Fall ein anständiges Messer. Die, die sie hier haben, kann man höchstens zum Brote schmieren gebrauchen. Auch der Versuch, die Messer an einem Teller zu schleifen bringt nichts - die sind einfach schon zu stumpf.

Mittwoch, 24. März 2010

Luxury Sleeper

Wieder mal schlechtes Wetter. Mit Schirm bewaffnet geh ich mit einem meiner Flatmates eine Zimmerantenne für den Fernseher organisieren. Auf dem Rückweg geh ich dann noch weiter in's Warehouse, um mir ein 'Luxury Sidesleeper Pillow' zu kaufen. Auf die $19 gibt's auch noch 40%. Also keine allzu große Investition.


Wieder zu Hause brauch ich erst mal trockene Klamotten - der Schirm hat mir nur den Kopf trocken gehalten^^ Mit der Zimmerantenne haben wir jetzt zwar 2 Programme, der Empfang ist aber alles andere als zufriedenstellend. Also geh ich mal nach draußen, um die Antenne zu inspizieren. Das Problem ist schnell ausgemacht: irgendwer hat das Kabel, das in's Haus geht, abgezwickt! Gut, daß an dem Ende im Haus ein Stecker zum selber basteln dran ist. Den hab ich kurzerhand draußen hingefriemelt. Ein Glück, daß ich ein Antennenkabel mitgebracht hab ;) jetzt können wir den Fernseher anschließen und kriegen alle 8 Programme sauber rein. Nachdem das Wetter wieder besser geworden ist, pack ich meine Laufschuhe und jogge Richtung Hamilton Gardens. Wohl meiner Faulheit der letzten Monate und den Strapazen der letzten Tage geschuldet, ist es ziemlich deprimierend! Noch vor einem Jahr war ich um einiges fitter!
Wie ich zurückkomme, sehe ich auf meinem Handy, daß mich die Drei für heute Abend zu sich im Backpacker zum Essen eingeladen haben.

Viel Zeit bleibt mir also nicht, um mich zu duschen und zu ihnen zu gehen. Das war das erste selbstgekochte Essen seit ich England verlassen habe! Es gab Spaghetti Bolognese und sogar Salat! Um kurz nach 10 weist mich der Herbergsvater höflich, aber bestimmt darauf hin, daß es bei ihm nach 10 keinen Besuch mehr gibt. Also verabschiede ich mich von den Dreien und marschier wieder zu meiner Wohnung.

Dienstag, 23. März 2010

Was fang ich nur mit meiner freien Zeit an?

Am heutigen Tag steht Erholung im Vordergrund. Da ich ja jetzt 'unlimited broadband' habe, skype ich mal in die Heimat. Warum das Bild, das ich zu sehen krieg, miserabel ist und ständig stockt, wird mir später bewußt, als ich Treiber für meinen Tv Stick ziehen will. Der Download von irgendwelchen Servern über dem Teich geht mit maximal 15 kb/s von Statten. Komischerweise liegt der Upload mit ca 90 kb/s nahe am Leitungslimit. Nach einem späten Frühstück und ewigem Schreiben an diesem Blog, nimm ich mich mal dem NZ Fernsehen an. Mit meiner Zimmerantenne kann ich aber keine digitalen Sender empfangen. Mit der großen Antenne auf dem Dach allerdings genausowenig. Analoge Sender krieg ich auch keine rein - scheint wohl die Antenne kaputt zu sein - der Sache werd ich später noch auf den Grund gehen. Am Abend kommt bayerisches Flair auf. Andi, Sabi und Lena holen mich ab und nehmen mich mit zum Subway zum Essen. Die drei sind seit ~5 Monaten in NZ unterwegs und sind heute nach Hamilton gekommen. Anschließend nehmen wir uns noch dem Hamiltoner Nachtleben an - viel ist da am Dienstag allerdings nicht geboten.

Montag, 22. März 2010

Vierter und letzter Teil

Heute sollte ein guter Tag werden. Wieder eine Wohnung zum anschaun. Das Zimmer ist zwar unmöbliert, aber die Landlady kann mir alles, was ich an Einrichtung brauch, organisieren. Das Zimmer ist groß genug, die Wohnung eigtl riesig, nicht allzu versifft allerdings etwas spartanisch ausgestattet. Uni und Stadt sind auch noch in akzeptabler Entfernung, weshalb ich dann auch zuschlage. Nachdem die Formalitäten geklärt sind, helfen mir meine beiden neuen Mitbewohner beim 'Umzug'. Sie fahren mit mir zum Backpacker, wo ich schnell mein Zeug zamschmeiß und dann wieder zurück.
Für den Anfang krieg ich mal einen mobilen Schreibtisch und ein Klappbett und einen Teppich ;)

Am Abend leeren wir zuerst im Garten noch ein paar Einstandsbier. Die Moskitos zwingen uns aber, nach drinnen zu gehen... Für die Box löhnt man zwar etwa genauso viel wie für einen Kasten Augustiner - kriegen tut man aber nur 15 Bierproben mit 330ml. Sobald die geleert sind, hau ich mich auch wieder auf's Ohr.